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Performance Index: dein Fitnesslevel auf einen Blick

Der neue 2PEAK Performance Index zeigt dir, wie fit du gerade bist: FTP auf dem Rad, Schwellentempo beim Laufen, ganz ohne Leistungstest. Dein Fitnesslevel wird laufend aktualisiert, für einen Plan, der sich noch besser an deine aktuelle Form anpasst.

Für ein Training, das wirklich Sinn ergibt, brauchst du einen Ausgangspunkt: das Wissen, wie fit du gerade bist. Das Problem dabei: Diese Information kostet meist etwas. Ein Labortest mit Laktatmessung hat seinen Preis und muss gebucht werden. Der klassische 20-Minuten-Test zur Schätzung deiner Leistung ist zwar kostenlos, aber brutal, und niemand möchte ihn alle paar Wochen wiederholen. Dazu kommt ein zweites Problem: Jeder Test ist eine Momentaufnahme eines einzigen Tages. Deine Form dagegen verändert sich laufend. Sie steigt nach einem guten Trainingsblock und sinkt nach einer Pause oder einer Erkrankung. Eine Momentaufnahme aus dem März sagt dir wenig darüber, wo du im August stehst.

Der Performance Index wurde entwickelt, um genau diese beiden Probleme zu lösen. Es ist das neue 2PEAK-Tool, das dein aktuelles Fitnesslevel und dessen Entwicklung über die Zeit direkt aus deinem Training schätzt, ganz ohne dass du einen einzigen Test absolvieren musst.

Was der Performance Index ist, einfach erklärt

Der Performance Index liefert dir zwei Werte, einen pro Disziplin. Beim Radfahren ist das deine FTP, beim Laufen dein Schwellentempo. Unter dem aktuellen Wert findest du eine Kurve, die die Entwicklung der letzten Wochen oder Monate zeigt, sodass du auf einen Blick siehst, ob du dich verbesserst, dein Niveau hältst oder an Form verlierst. Im Grunde ist es ein Thermometer für deine Form, das sich von selbst aktualisiert.

FTP und Schwellentempo: worum es geht

Kurz zu den Begriffen, denn alles Weitere baut darauf auf. FTP (Functional Threshold Power) ist die höchste Leistung in Watt, die du über eine längere Belastung halten kannst, ohne einzubrechen. Historisch wird sie mit dem verknüpft, was du etwa eine Stunde lang durchhalten könntest. Das Schwellentempo, das Pendant beim Laufen, ist das Tempo, das du bei derselben Intensität halten kannst, angegeben in km/h.

Beide Werte sind praktische Wege, um deine anaerobe Schwelle abzuschätzen: die Intensität, ab der Laktat schneller im Blut ansteigt, als du es abbauen kannst. Das ist kein reines Labordetail: Diese Schwelle gehört zu den besten Indikatoren für Ausdauerleistung und ist seit Jahrzehnten der Referenzpunkt, auf dem Trainingszonen aufgebaut werden (Faude, Kindermann & Meyer, 2009, Sports Medicine). Einfach gesagt: Wer seine Schwelle kennt, weiss, in welchem Tempo trainiertw erden sollte, und genau das nutzt 2PEAK, um deine Einheiten zu kalibrieren.

Wie 2PEAK das ohne Test berechnet

Und hier kommt das Neue ins Spiel. Statt dich ins Labor zu schicken oder dich durch einen 20-Minuten-Test leiden zu lassen, liest der Performance Index aus dem, was du ohnehin schon tust. Jede aufgezeichnete Trainingseinheit mit Leistung, Tempo und Herzfrequenz ist ein kleiner Belastungstest: Sie steckt voller Informationen darüber, wie stark du dich belasten kannst und wie lange. Aus jeder Einheit leitet das Modell eine Einschätzung deines Niveaus ab und verbindet diese anschliessend zu einer einzigen Kurve, wobei aktuellere Einheiten stärker gewichtet werden, weil sie deine heutige Form am besten widerspiegeln.

Die Idee, die Leistungsfähigkeit einer Athletin oder eines Athleten aus den eigenen Trainingsdaten abzuleiten, ist weder neu noch improvisiert: Sie basiert auf demselben Prinzip wie das Konzept der «Critical Power», das in der Sportphysiologie breit erforscht ist und besagt, dass sich aus dem Verhältnis von Intensität und Dauer deiner Belastungen eine verlässliche Leistungsschwelle ableiten lässt (Jones & Vanhatalo, 2017, Sports Medicine). Der Performance Index wendet diese Logik fortlaufend an: Je mehr du trainierst, desto mehr Daten stehen zur Verfügung, und desto genauer beschreibt er dich.

Die Bandbreite und der Konfidenzwert

Eine ehrliche Schätzung ist nie eine nackte Zahl: Sie kommt immer mit einer Fehlermarge. Deshalb siehst du um die Kurve herum einen schattierten Bereich, die Spanne, innerhalb derer dein tatsächlicher Wert realistisch liegen dürfte. Ist dieser Bereich schmal, ist die Schätzung solide. Ist er breit, bedeutet das, dass die aktuellen Daten noch nicht ausreichen, um eine präzise Zahl festzulegen.

Dasselbe direkter ausgedrückt gibt es zusätzlich einen Konfidenzwert von 0 bis 100: Je höher er ist, desto präziser die Schätzung und desto mehr kannst du dich darauf verlassen. Je niedriger er ist, desto mehr braucht das Modell noch stabile Daten, um schärfer zu werden. So verhinderst du, dass du eine Zahl für bare Münze nimmst, die in diesem Moment eigentlich noch eine vorläufige Einschätzung ist.

Wann du den Wert mit Vorsicht geniessen solltest

Gerade weil der Performance Index von deinen Daten lebt, funktioniert er am besten, wenn du ihn regelmässig fütterst. Zwei Situationen sind ein Signal, ihn mit Vorsicht zu betrachten. Die erste ist fehlende aktuelle Daten: Ist seit deiner letzten aussagekräftigen Einheit mehr als eine Woche vergangen, ist der letzte Wert veraltet und sollte mit Zurückhaltung interpretiert werden. Zeichne einfach eine Einheit auf, um ihn zu aktualisieren. Die zweite ist die Kalibrierungsphase: Solange du noch keine sieben gültigen Einheiten erfasst hast, sucht das Modell noch nach dem richtigen Zielwert, und die Schätzung kann sich mit jeder weiteren Einheit noch deutlich verändern.

Warum dir das weiterhilft

Der praktische Nutzen ist doppelt. Erstens musst du künftig nicht mehr in Geld, Zeit oder Kraft investieren, um zu wissen, wo du stehst: kein Fitnesstest, keine teure Diagnostik. Zweitens profitiert dein Plan direkt davon. 2PEAK passt deine Einheiten an dein Niveau an. Wird dieses Niveau laufend aktualisiert, statt beim letzten Testzeitpunkt stehen zu bleiben, wird die Planung genauer. Auch das Beobachten der Kurve hilft dir, deine Saison einzuordnen: Du erkennst, ob sich ein Trainingsblock auszahlt, wie viel dich eine Pause gekostet hat und ob du dich so erholst, wie du es dir erhofft hast. Und das funktioniert nach derselben Logik, ob du in die Pedale trittst oder in den Laufschuhen unterwegs bist.

Wo du ihn findest

Den Performance Index findest du direkt in 2PEAK. Tippe in der App auf das wellenförmige Symbol in der unteren Leiste und wechsle zum Tab «Index»: Die Grafiken für Radfahren und Laufen befinden sich dort untereinander. Im Web findest du ihn unter Statistiken > Performance Index.

Kurz zusammengefasst

Im Grunde ist der Gedanke einfach: Zu wissen, wie fit man ist, sollte nicht jedes Mal einen schmerzhaften Test erfordern, aber auch keine Zahl sein, die in der Schublade veraltet. Der Performance Index gibt dir eine laufende, ehrliche Einschätzung deiner Form, Fehlermarge inklusive, und setzt sie direkt in deinem Plan um. Behalte ihn ein paar Wochen im Auge, füttere ihn mit regelmässig aufgezeichneten Einheiten, und er wird zu einem der nützlichsten Werkzeuge, um zu verstehen, wo du stehst und wohin du dich entwickelst.

Quellen

Faude O., Kindermann W., Meyer T. (2009). Lactate Threshold Concepts – How Valid Are They? Sports Medicine, 39(6), 469–490. — Die Laktatschwelle (oder anaerobe Schwelle) zählt zu den besten Indikatoren für Ausdauerleistung und ist der Referenzpunkt für die Festlegung von Trainingsintensitäten und -zonen.

Jones A. M., Vanhatalo A. (2017). The ‚Critical Power‘ Concept: Applications to Sports Performance with a Focus on Intermittent High-Intensity Exercise. Sports Medicine, 47(Suppl 1), 65–78. — Das Verhältnis von Intensität und Dauer der Belastungen ermöglicht es, aus Trainingsdaten eine physiologisch aussagekräftige Leistungsschwelle abzuleiten.