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Umgekehrte Periodisierung

“Auch in der Saisonpause sollte trainiert werden. Aber dann kurz und knackig”
Brett Sutton

Eine ganze Saison lang hast du hart an deiner Form gearbeitet. Dies hat dich viel Schweiss, Ehrgeiz, Disziplin, Energie und Nerven gekostet. Aber es hat sich definitiv gelohnt, denn du konntest deine Schwelle nach oben verschieben. Die 3 x 15 im Entwicklungsbereich (EB) oder die 4 x 4’ Spitzenbereich (SB) Intervalle fühlen sich nun deutlich lockerer an. Die Krönung waren die Wettkämpfe, an denen du deine neu gewonnene Form spüren konntest.

running winter 2PEAK

Doch nun ist es Winter. Das Tageslicht ist knapp, die Temperaturen sind eisig und es fühlt sich alles ein wenig verschlafen an. Viele sind der Meinung, dass genau jetzt die Zeit des Jahres gekommen ist, in der du raus gehen und lange, langsame Trainingseinheiten absolvieren musst.

Denn: Im Winter wird die Grundlage für die nächste Saison gelegt. Stimmt! Ferner heißt es, dass man dazu möglichst viele, langsame Kilometer zurücklegen sollte. Falsch!

Sicherlich solltest du raus, bzw. zumindest auf die Rolle oder das Laufband (eine Anleitung um dich fürs Training bei widrigen Bedingungen zu motivieren findest du hier), aber wie nutzt du deine Überwindung des inneren Schweinehunds am besten?

Manchmal ist weniger mehr

Viele Studien haben bewiesen, dass es auf die Qualität und weniger die Quantität des Trainings ankommt. Dies bedeutet, dass ein kurzes aber intensives Training einen grösseren Trainingseffekt bringt als die lang und langsame Trainingsmethode. Es gibt sogar eine Studie die zeigt, dass man mit einer handvoll Sprinttrainings über jeweils nur 4-7 x 30 Sekunden innerhalb kürzester Zeit seine Ausdauerleistungen deutlich steigern kann. Im Vergleich zu langsamen Trainings schafft man es somit schneller Fortschritte zu erzielen.

Jemand der intelligent, intensiv trainiert, kann den Grundlagenpuristen mit viel geringerem Zeitaufwand abhängen. Überraschend? Ja und nein. Überraschend, weil man Sprints nicht mit Ausdauer assoziiert. Wahr aber ist, dass auch Usain Bolt für seine Weltrekordzeiten eine (Teil-) Ausdauerleistung vollbringt!
Lese hier, warum auch Marathon-Läufer und Radfahrer von Sprints profitieren.

Warum im Winter im Entwicklungsbereich oder gar im Spitzenbereich trainiert werden soll

Erfolgreich trainieren bedeutet, den Körper deutlichen Reizen auszusetzen und so Anpassungsprozesse auszulösen. Scheint ein wochen- oder gar monatelanges Langsamtraining ein wirksamer Trainingsreiz zu sein? Eher nicht. Nicht nur ist dieses Training einseitig. Gelingt es dir nicht, gleichzeitig die Umfänge deutlich zu steigern, so konserviert es bestenfalls nur ein mittleres Fitnessniveau. Dies steht im Widerspruch zu den Lebensumständen der meisten Sportler. Denn gerade im Winter, wenn nach traditioneller Sicht lange Trainings absolviert werden sollten, steht dazu am wenigsten Zeit/Tageslicht zur Verfügung.

Doch wie mache ich es also richtig? Die Lösung ist, schnelle und langsame Trainings schlau zu kombinieren. Dabei kommt 2PEAK ins Spiel. Das Beste aus beiden Welten wird zusammengeführt und massvoll praktiziert.

Somit pendelt der Athlet nicht zwischen Sommer- und Winterform sondern verbessert sich von Jahr zu Jahr. 2PEAK sorgt dafür, dass Du auch die kalte Jahreszeit effizient und zielgerichtet nutzen kannst. Du bekommst jederzeit den richtigen Trainingsmix, immer dem eigenen Zeitbudget und den Umständen (auch Äußeren) angepasst. Du kannst sogar dein Training bis eine Minuten vor dessen geplantem Start noch ändern. Ein solches Vorgehen nennt man eine “Umgekehrte Periodisierung”, wobei sich das Umgekehrte auf die traditionelle Sichtweise bezieht.

Dabei sind wir nicht die einzigen die das so sehen. Brett Sutton, einer der erfolgreichsten kurz und langstrecken Trainer überhaupt, ist ebenfalls der Meinung, dass “wir uns endlich die Idee, Grundlagen Kilometer mitten im Winter absolvieren zu müssen aus dem Kopf schlagen sollten”. Lese hier seinen ganzen, sehr aufschlussreichen Artikel zu dem Thema